Artikelnummer: 978-3-943288-12-4

Der Anbeginn der Welt

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Inhalt:

Ein Buchtitel, welcher sich einem der ältesten Überlieferungen der Menschheit seit über 2000 Jahren widmet: Nichts geringeres als die Schöpfungsgeschichte der Bibel selbst. Bei dem Buch handelt es sich jedoch nicht um ein theologisches Werk, vielmehr hat sich der Autor Holger Franken daran gemacht die Lücken des biblischen Stoffes kreativ mit Fantasy-Elementen zu füllen und ohne blasphemische Färbung geschickt in ein Gesamtwerk zusammenzuweben.


Nach der Erschaffung der Welt und den Tagen im Paradies, sind die Menschen nach der Vertreibung aus Selbigem auf sich alleine gestellt. Sind Zwist, Streitigkeiten und das tägliche Mühsal nicht genug, mischt sich eine göttliche Instanz ein: der Höchste der Seraphin, welcher Kain zeugt. Und dieser Frevel mündet in dem ersten Mord in der Geschichte: Kain erschlägt Abel. Kaum dass er seine Untat realisiert, wendet er sich, getrieben von Schmerz und Zorn, von seiner Heimat ab und erregt die Aufmerksamkeit des Drachens Drraa’quul – einem Wesen welches als Gefäß für das Konzept der Magie herrscht und auch von ihr beherrscht wird. Der Drache erkennt in der gepeinigten Seele ein ideales Vehikel für seine Pläne mit der jungen Welt und bietet Kain an, ihm sein Lehrmeister zu werden. Kain, erfüllt von einem neuen Lebensziel und –willen, nimmt an und wirkt somit an der Entstehung einer gänzlich neuen Rasse mit.
 


Leseproben:

Am Anfang war die Teilung

Am Anfang teilte Gott der HERR den Himmel von der Erde, und es war gut. Hernach teilte er den Tag von der Nacht, das Wasser vom Land und erst später dann das Leben vom Tod. Denn er liebte nicht nur zu erschaffen, sondern auch zu teilen. Aus einer Substanz zwei gegensätzliche Dinge zu formen reizte ihn, und der Umstand, dass beide Gegensätze denselben Ursprung haben, amüsierte ihn sehr. Gott spielt zwar nicht mit Würfeln, aber er spielt gern, denn es macht auch Freude, wenn man bereits das Ergebnis kennt, solange man nur genug Humor hat. Und den hat der HERR - wie sonst alles - natürlich im Überfluss.

Hernach erschuf er die Zeit, die das Leben auf der neuen Welt fortan auf immer von der Ewigkeit trennen sollte. Durch die Zeit muss nun alles, was auf Erden lebt, Entscheidungen treffen, denn die Zeit begrenzt alles, was geteilt ist von der Allmacht des HERRN. Und alles beginnt und endet mit der Zeit, es sei denn, Gott ist anderen Sinnes. So schuf er denn auch alle Lebewesen, von jeder Art zwei, und diejenigen mit Verstand teilte er in zwei Geschlechter auf, dass sie ihren Verstand gebrauchten, um diese Teilung zu überwinden, indem sie miteinander teilten, was sie unterschied. Würden sie dazu nicht in der Lage sein, so sollte ihre Art vom Leben geteilt werden, denn bei all seiner Freude am Erschaffen ist der Herr ein gestrenger Richter, da er selbst, und nur er, nicht von Gegensätzen beherrscht wird.

[...]

Daher beschloss Kain, dem jungen Hybriden Henoch Aufgaben zu stellen, um ihn anderweitig zu fordern. Er lief mit ihm um die Wette, brachte ihm das Fischen und Jagen bei – denn inzwischen hatte sich Kain seinem Schicksal gefügt und wollte sich schon lange nicht mehr auf die Gastfreundschaft des Drachen Drraa’quuls verlassen, dass er ihm immer die Mahlzeiten besorgte. Henoch konnte zwar auch pflanzliche Nahrung essen, allerdings schmeckte sie ihm nicht besonders, mit Ausnahme von Nüssen; für die hegte er eine besondere Leidenschaft. Als Henoch fünf Jahre alt war – und er ging Kain zu diesem Zeitpunkt schon bis zur Schulter – bildete sich eine stark anwachsende Schwellung auf seinem Rücken, die sich schließlich zu einem Buckel auswölbte. Ratlos suchte Kain mit dem besorgten Henoch Drraa’quul auf. Dieser verbrachte viel Zeit in der Höhle, in der die Eier lagen, aber er kam kurz hervor, begutachtete den Jungen mit seinen Augen, die weitaus mehr zu sehen vermochten als das, was Licht reflektierte, und dann öffnete er den Mund und hustete. Kain begriff, dass das wohl ein Lachen war, und fragte, halb im Zorn, halb verwirrt, was denn an dem Leiden des Junges so komisch sei. Da blickte der gewaltige Drache amüsiert und mit glühenden Augen zu den beiden und sagte, dass die besten Dinge eben länger brauchten, Henoch aber nichts fehlen würde, und wenn der Junge weitere Beschwerden hätte, sie in ein paar Tagen noch mal wiederkommen sollten. Ratlos gingen die beiden wieder hinaus. Nach zwei weiteren Tagen platzte die Haut auf dem Rücken Henochs auf und es entfalteten sich zwei weitere Gliedmaßen, die mit gewaltigen Hautlappen am Körper verbunden waren. Kain brauchte nicht lange, um festzustellen, dass es Flügel waren. Erleichtert, aber auch etwas neidisch verstand nun Kain die Aussage des Drachens und fragte sich, wie er Henoch das Fliegen lehren sollte. Aber diese Sorge wurde ihm bald genommen, denn wenig später kam mit lautem Flügelschlag Drraa’quul in die Lichtung geflogen, denn immer noch entging ihm nichts, was in seinem Lebensbereich geschah. Er erklärte Henoch, dass das Fliegen des Drachen ein mystischer Akt ist, getragen durch die Magie der Welt, denn wäre es ein rein mechanischer, dann könnte sich jeder Mensch Flügel unter die Arme binden und selber fliegen. Henoch stammte vom Drachen ab und konnte dies daher nach einigen Übungslektionen ganz leidlich umsetzen, und wieder ärgerte sich Kain, dass ihm das Fliegen verwehrt blieb.

Autor: Holger Franken

Rubrik: Belletristik - fantastische Erzählung

ISBN: 978-3-943288-12-4

Einband: Softcover

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 401

Auflage: 1. Aufl. 07/2012

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